Wann ist die Kündigung eines DSL-Vertrages sinnvoll?

Kündigung eines DSL-Vertrages

DSL-Verträge werden in der Regel über einen Zeitraum von 24 Monaten abgeschlossen. Nur aus einer Laune heraus diesen Vertrag zu kündigen, geht nicht so ohne weiteres. In der Regel muss sich jeder Nutzer an die vorgeschriebene Kündigungsfrist halten. Stellt sich dann noch die Frage, wann ist die Kündigung eigentlich sinnvoll?

Günstigeres Angebot

Natürlich möchte jeder so wenig wie möglich für seinen DSL-Anschluss zahlen. Die Angebote der Provider variieren ständig und kaum ist der Vertrag unterschrieben, lauert an der nächsten Ecke ein noch viel besseres Angebot. Wer schnell einen Vertrag unterschrieben hat und der Meinung ist, der ist viel zu teuer – hat einfach Pech gehabt. Dennoch macht es Sinn, sich von diesem Vertrag innerhalb der vorgeschriebenen Kündigungszeit zu lösen und sich ein besseres Angebot zu suchen.

Ableben des Nutzers

Bei Todesfällen kann mit sofortiger Wirkung der Vertrag gekündigt werden. Eine Frist muss in diesem Fall nicht gesetzt werden. Die Hinterbliebenen müssen lediglich eine Kopie der Todesbescheinigung mit entsprechendem Anschreiben dem Provider zuschicken. Das ist sinnvoll, wenn der DSL-Anschluss in einer anderen Wohnung installiert war. Andererseits können die Hinterbliebenen diesen Vertrag übernehmen, wenn sie in der gleichen Wohnung gelebt haben. In diesem Fall wird der Vertrag auf den oder die Erben umgeschrieben. Der Anbieter muss natürlich von dieser Situation in Kenntnis gesetzt werden.

Umzug ins Ausland

Wer seinen ständigen Wohnsitz ins Ausland verlegt, hat nicht ein sofortiges Kündigungsrecht seines Vertrages. Dennoch ist eine Kündigung nicht falsch, erst recht nicht, wenn der Provider im neuen Wohnungsort nicht präsent ist. In der Regel gilt hier eine dreimonatige Kündigungsfrist, bis der Vertrag rechtskräftig gekündigt ist. Einige Provider setzen allerdings auf Kundenfreundlichkeit und sind mit einer sofortigen Kündigung einverstanden.

Fehlerhafte Rechnung

fragen zu einer Kündigung des DSL-Vertrages

Erscheinen auf der Rechnung Positionen, die gänzlich unbekannt sind und die auch nicht genutzt wurden, muss der Provider die Rechnung nach Aufforderung berichtigen. Weigert er sich wiederholt, besteht das Recht der Sonderkündigung. Ebenso gilt dies, wenn falsche Verträge abgerechnet werden.

Ausfall der Internetverbindung

Zwei Parteien schließen einen Vertrag. Der Provider garantiert für den Zugang zum Internet und der Nutzer zahlt dafür. Bei einem Totalausfall, also wenn der Nutzer gar nicht in das Internet kommt, besteht ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings erst nach einer Fristsetzung und der Nichterfüllung des Providers.

Zusammenziehen von Partnern

Finden zwei sich, wird meist eine gemeinsame Wohnung bezogen. Besitzt jeder in seinem bisherigen Zuhause einen DSL-Anschluss, macht es durchaus Sinn, den Anschluss in der leeren Wohnung zu kündigen. Doch hier gilt – kein Recht zur Sonderkündigung. Wenn sich der Provider nicht kulant zeigt, muss derjenige, der seine Wohnung aufgegeben hat, weiterhin für seinen DSL-Anschluss zahlen, obwohl er ihn nicht nutzt. Fragen kostet nichts und so könnte sich der Provider durchaus kulant zeigen und eine Sonderkündigung akzeptieren. Meist genügt die Vorlage des neuen Mietvertrages, die Kündigung des alten Mietvertrages und die neue Meldebescheinigung.

Kein Anschluss

Ein Vertrag mit dem Provider wurde geschlossen und jeder Nutzer erwartet so schnell wie möglich den Anschluss, um im Internet zu surfen. Erfolgt der Anschluss nicht, auch nicht nach Aufforderung und Fristsetzung, besteht das Recht, diesen Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Keiner muss wochenlang auf seinen Internetanschluss warten. Dies wäre ein unzumutbarer Umstand, nicht nur für Privatpersonen, sondern erst recht für Personen, die beruflich auf das Internet angewiesen sind.

Es gibt einige Kriterien, die es unumgänglich machen, dass ein DSL-Vertrag gekündigt wird. Bei einer ordentlichen Kündigung ist dies alles kein Problem. Ist allerdings eine Sonderkündigung nötig, muss jeder selbst abwägen, ob der Grund für eine Kündigung einen eventuellen Ärger oder Rechtsstreit wert ist.

Weitere Ratgeber: