Rechte als Kunde geltend machen - 4 Bereiche näher bertrachtet

Die rechte des Kunden

Einen Vertrag mit einem Telefon- oder Internetanbieter hat fast jeder. Hiermit ergeben sich für den Kunden besonders die Pflicht, auch die Gebühren regelmäßiges zu bezahlen. Kommt der Anbieter seinem Vertrag jedoch nicht nach, kommt es oft zu Schwierigkeiten. Um diese zu verringern, wurde im Jahr 2012 ein neues Gesetz bei der Telekommunikation verabschiedet. Mitte des Jahres 2013 mussten auch die letzten Punkte umgesetzt werden. So hat der Kunde mehr Rechte bekommen und wenn es zu Problemen kommt, eine einfachere Handhabe. Nachfolgend werden vier Bereiche näher betrachtet:

  • Anbieterwechsel
  • Umzug
  • Warteschleifen
  • Mindestvertragslaufzeit

Was passiert beim Anbieterwechsel

Bisher war es für Kunden üblich, dass der Wechsel von einem Anbieter zu einem anderen mit mehreren Tagen, wenn nicht gar Wochen der Unerreichbarkeit verbunden war. Zu diesem Fall kam es dann, wenn der bisherige Anbieter die Leitung bereits abgeklemmt hatte und der neue Versorger diese noch nicht übernehmen konnte. Dies ist nun neu geregelt worden. Der vorherige Anbieter muss die Leitung so lange aufrechterhalten, bis diese übernommen wird. Dies gilt auch dann, wenn der Vertrag bereits abgelaufen ist. Der Telefonkunde zahlt die Hälfte der normalen monatlichen Gebühren, für die weitere Bereitstellung. Eine Sonderregelung gilt dann, wenn:

  • Der Kunde eine ausdrückliche Unterbrechung wünscht
  • Der Vertrag mit dem neuen Anbieter wieder aufgelöst wurde
  • Der Kunde dem Techniker einen Zutritt zur Wohnung nicht gewährt, um die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Der Kunde darf beim Wechsel des Anbieters höchstens einen Tag nicht erreichbar sein.

Welche Rechte liegen beim Umzug vor?

Im Falle eines Umzuges bleibt der alte Vertrag zunächst bestehen. Oft üblich war jedoch, dass die Vertragslaufzeit von Neuem zu laufen begann. Dies ist jetzt gegen das aktuelle Recht, stattdessen läuft der Vertrag so weiter wie bisher. Der Anbieter muss die im Vertrag zugesicherten Leistungen weiterhin erbringen. Ist dies aufgrund der Lage des neuen Heimes nicht möglich, besteht für den Kunden ein Sonderkündigungsrecht von drei Monaten. In dieser Zeit muss dieser die Grundgebühren, weiterhin bezahlen. Für den Umzug an sich, kann eine Gebührenpauschale anfallen. Diese darf aber die Kosten für einen Neuanschluss nicht übersteigen.

Neue Transparenz bei der Warteschleife

Besteht eine Frage oder läuft etwas nicht rund, war meist der Kunde bisher gezwungen eine teure Sonderrufnummer anzurufen. Die zwangsweise Nutzung der Warteschleife wurde hier ebenso abgerechnet, was schnell teuer werden konnte, ohne überhaupt eine Gegenleistung zu bekommen. Dies ist seit dem 1.6.2013 nicht mehr möglich. Die Warteschleife, wie auch das Weiterverbinden, ist kostenfrei, unabhängig vom Gerät, von dem telefoniert wird. Dies betrifft Rufnummern, die im Minutentakt abgerechnet werden. Für andere Anrufe, die pauschal berechnet werden, muss eine Ansage vor dem Gespräch erfolgen, welche Kosten anfallen. Beim Verstoß ist ein Bußgeld angesetzt und der Kunde hat die Kosten die nicht zu bezahlen, die bei diesem Telefonat anfallen.

Welche Neuerungen bei der Mindestvertragslaufzeit

Extrem lange Vertragslaufzeiten gehören der Vergangenheit an. Ein Vertrag darf höchstens zwei Jahre dauern. Ebenso muss im Angebotsprofil ein Angebot mit nur einem Jahr Laufzeit vorhanden sein.

Weitere Bereiche kurz angesprochen

alle rechte besprechen

Die Gesetzesänderung umfasst noch weitere Bereiche. Zum Beispiel beim Wechsel des Mobilfunkanbieters, darf ein Handynutzer seine Nummer mitnehmen, auch wenn der Vertrag noch nicht abgelaufen ist.
Eine Sperrung des Vertrages für den Mobilfunkkunden erfolgt erst, wenn Zahlungen in Höhe von mindestens 75 Euro nicht geleistet werden.

Andere Bereiche sind:

  • die kostenfreie Sperrung von Rufnummern
  • die Auskunft über Drittanbieter
  • Abrechnungssperre für andere Firmem über die Mobilfunkrechnung

Durch diese Gesetzesänderungen hat der Kunde wesentlich mehr Rechte bekommen,die klar definiert sind. Um sein Recht durchzusetzen, ist es zunächst der Kontakt mit dem Anbieter an sich nötig. Kommt dieser den rechtlichen Forderungen nicht nach, sind weitere Schritte zum Beispiel über einen Anwalt nötig.

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