Call-by-Call richtig nutzen

Call-by-Call

Mit einer entsprechenden Vor-Vorwahl können sich Kunden der deutschen Telekom vor jedem Telefonat entscheiden, ob sie über die Telekom oder über einen anderen Anbieter telefonieren möchten. Dies ist sowohl mit den sogenannten echten als auch mit den IP-Telefonanschlüssen möglich. Wer sich für den in der Regel günstigeren Call-by-Call Tarif entscheidet, muss jedoch darauf achten, durch eine Unachtsamkeit nicht in eine Kostenfalle zu geraten, wobei das Gespräch dann letztlich noch teurer wird, als ohne die Nutzung der Vor-Vorwahl.

Mit Call-by-Call günstig telefonieren

Derzeit stehen etwa 80 verschiedene Anbieter auf dem Markt zur Verfügung, die um die Gunst der Kunden konkurrieren. In der Regel nutzen die meisten Kunden den sogenannten Call-by-Call Service, um sich eine Ersparnis zu sichern. Da jedoch die meisten Anbieter auf großartige Werbekampagnen verzichten, informieren sich die Verbraucher häufig bei einem Tarifrechner im Internet, um den derzeit günstigsten Anbieter zu finden. Gute Tarifrechner sind in der Regel daran zu erkennen, dass sie den Nutzern nicht nur zu jeder Zeit und für jeden Bereich das günstigste Angebot zeigen, sondern auch eine kompakte Druckansicht zur Verfügung stellen.

Die Preismodelle und die Strategie der Anbieter

Die starke Konkurrenz auf dem Markt hat mittlerweile dazu geführt, dass eine Reihe von Call-by-Call Anbietern so güntig sind, wie nie zuvor. Damit ein Anbieter den derzeit günstigsten Preis anbieten kann, muss er für einen bestimmten Zeitraum einen Endkundenpreis festlegen. Dafür wird er dann häufig die Zeit, die an den festgelegten Zeitraum grenzt, entsprechend hoch ansetzen. Es ist jedoch auch möglich, dass er den günstigen Preis nach einer gewissen Zeit gegen einen teureren austauscht. Es gibt auch Anbieter, die ihre Tarife mehrmals am Tag verändern, wobei nicht selten erhebliche Preissprünge zu beobachten sind. Kein Unternehmen kann es sich wirtschaftlich leisten, rote Zahlen zu schreiben. Aus diesem Grund sind die Minutenpreise immer in Bewegung. Was heute noch günstig ist, kann morgen schon teuer sein. Die jeweiligen Anbieter hoffen, dass die Kunden die Preisschwankungen übersehen und dann doch zu den teuren Minutenpreisen telefonieren. Dadurch geht die sogenannte Mischkalkulation der Anbieter letztlich auf.

Die Call-by-Call Kostenfallen

Call-by-Call Kostenfallen

Bei den Kostenfallen der Call-by-Call Anbieter kann es sich um

  • Häufige Preisänderungen
  • Ungünstige Abrechnungstakte
  • Zeitzonentausch

handeln.

Durch extreme Preissprünge treiben die Verbraucher ihre Telefonrechnung häufig unnötig in die Höhe, was meist durch Unachtsamkeit oder schlechte Informationen geschieht. Schnell wird dann ein vermeintlich billiger Tarif eines Anbieters zu einer bösen Überraschung. Im Jahr 2012 wurde die Preisansagepflicht eingeführt, was den Verbrauchern das Nutzen der Call-by-Call Anbieter deutlich erleichtert hat.

Wer nur ein 20-sekündiges Telefonat führen möchte und trotzdem für 300 Sekunden abgerechnet wird, kann sicherlich nicht sparen. Hier zahlen die Verbraucher unabhängig von der Gesprächsdauer immer einen Mindestpreis für 5 Minuten. Dennoch ist besonders für Gespräche in die Handy-Netze ein Trend zu erkennen. Diesbezüglich erhhen die Anbieter nicht nur kurzfristig ihre Minutenpreise, sondern verschlechtern gleichzeitig fast unbemerkt den Abrechnungstakt von 60 auf 300 Sekunden.

Es gibt auch Call-by-Call Anbieter, die eine ganze Reihe von unterschiedlichen Marken betreiben und jeweils mit einer eigenen Vor-Vorwahl arbeiten. So ist es möglich, dass die Marke A eines Unternehmens für Ferngespräche 1,2 Cent pro Minute anbietet und die Marke B desselben Unternehmens das gleiche Gespräch mit 3,8 Cent abrechnet. Dies kann am nächsten Tag jedoch schon wieder ganz anders aussehen. Da die Tarifvielfalt fast grenzenlos ist, sind zahlreiche Varianten derlei Anbietertechniken keine Seltenheit. Hier sind die Verbraucher gehalten, sich jeweils vor einem Gespräch über die gültigen Tarife der verschiedenen Anbieter zu informieren.

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